

Curator: Friederike Nymphius
Kunstler: Markus Amm 1968 D, Tauba Auerbach 1981 USA, Tobias Bernstrup 1970 NOR, Karla Black 1970 GB, Henning Bohl 1975 D, Tom Burr 1963 USA, Neil Campbell CAN, Philippe Decrauzat 1974 CH, Cerith Wyn Evans 1958 GB, Matias Faldbakken 1973 DK, Andreas Golinski 1979 D, Evan Gruzis 1979 USA, Kitty Kraus 1976 D, Alicja Kwade 1979 D, Olivier Mosset 1944 CH, Steven Parrino 1958-2005 USA, Adam Pendleton 1980 USA, Peter Peri 1971 GB, Diego Perrone 1970 I, Riccardo Previdi 1974 I, Florian Pumhösl 1971 A, David Renggli 1974 CH, Ugo Rondinone 1963 CH, Dennis Rudolph 1980 D, Allen Ruppersberg 1944 USA, Charles Sandison 1970 USA, Matt Saunders 1975 USA, David Shrigley 1968 GB, Paul Snowden 1970 NZ, SUPERFLEX DK, Mark Titchner 1974 / GB
BLACK HOLE ist eine speziell für die Kunsthalle Andratx entwickelte internationale Gruppenausstellung. Die Präsentation umfasst Positionen aus Malerei, Skulptur, Photographie und Video von ca. 20 internationalen zeitgenössischen Künstlern. Die künstlerischen Beiträge teilen ihre Bezüge zu dem Thema, sind facettenreich und vielschichtig, behandeln das Thema als Analyse, Beschreibung oder Fiktion.
Ein Schwarzes Loch definiert eine Oberfläche im Universum, die einen Punkt ohne Wiederkehr markiert. Für jedes Objekt, das diese Oberfläche überquert, gibt es keinen Weg mehr zurück.
Die künstlerische Arbeit jeder Epoche reflektiert die aktuellen Lebensbedingungen ihrer Zeit. BLACK HOLE untersucht das aktuelle Lebensgefühl, das ähnlich wie in den 80er Jahren auf breiter Basis von Angst, Bedrohung und Endzeitgefühlen geprägt ist. Die Kunst spiegelt diese kulturelle Verunsicherung mit zersplitterten und zerborstenen Formen und existenziellen Fragestellungen wieder. Aus dieser Perspektive unternimmt die Ausstellung eine Suche nach einer Wahrheit auf, die immer nur eine fragmentarische, komplexe, facettenreiche nicht absolute sein kann, die aber zugleich voll von ungeahnten Möglichkeiten ist.
Als Reaktion auf einen von existenziellen Problemen geprägten Moment, zeigen die Künstler Werke, in denen politische und soziale Themen direkt und indirekt durch metaphorische oder poetische Annäherungen sowie durch subtile kontextuelle Verschiebungen untersucht werden. Dabei nutzen sie auch die Sprache der Werbung oder der Medien, die sich in vielen Punkten subversiv mit der Sprache der Protestbewegung überschneidet. Andere Künstler untersuchen romantisierte Phänomene der Outlaw-Kultur und der Untergrundbewegungen.
BLACK HOLE vereint Positionen der zeitgenössischen Kunst, welche die monochrome Atmosphäre unserer post-industriellen Kultur mit ihren eigenen Visionen von der Gegenwart verschmelzen. Die in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke mischen dabei eine oft bis auf das Elementare reduziert formale Sprache, mit einem tiefen Bewusstsein für die Gegenwart, woraus eine spezielle (Ausstellungs-) Ästhetik entsteht.