

Das CCA Andratx freut sich eine neue Ausstellung der Britischen Künstlerin Rebecca Partridge (1976) zeigen zu können. In der CCA Gallery wird eine Auswahl von vertrauten Landschaften gezeigt, inspiriert bei den umliegenden Bergen des CCA, welche im RDas CCA Andratx freut sich, eine neue Ausstellung der britischen Künstlerin Rebecca Partridge (1976) präsentieren zu können. Die CCA Galerie zeigt eine Auswahl stimmungsvoller Landschaftsbilder, die von den umliegenden mallorquinischen Berglandschaften inspiriert und im Rahmen ihres Aufenthaltes als Artist-in-Residence entstanden sind.
Der Betrachter erhält Gelegenheit, Partridges Interpretation der mallorquinischen Natur zu ergründen, die sich unseren Künstlerinnen und Künstlern während ihres Aufenthaltes in den Ateliers vor Ort präsentiert. Ihre intensiven chromatischen Gemälde und Aquarelle versetzen uns in die Kulisse vor ihrem Fenster des “Studio Azuls”, in dem sie im März 2011 zu Gast war.
“WÄHREND DES TAGES”
Gemälde von Rebecca Partridge
Ich habe Rebecca Partridge einmal gefragt, weshalb die meisten ihrer Landschafts- Tableaus im vertikalen Format entstehen. - Ihre Antwort war so einfach wie hilfreich:
“Weil sie Fenster für mich darstellen.”
Mit dieser für mich neuen Information öffnete sich mir ein etwas veränderter Blick auf ihre Arbeit. Beim Betrachten ihrer Arbeiten schien es mir plötzlich so, als würden mir die Leinwände wie eine Maschine - eine Zeit- und Raummaschine - den Zutritt zu ihrer Welt ermöglichen. Üppige Pinselstriche ahmen den Nebel über einem Moor nach, krumme Umrisse einer Baumreihe verschwinden in taktiler Vergessenheit, ein Meer bricht zuversichtlich in sein Dasein hinein.
Mir war, als würde ich mich selbst innerhalb des Geschehens auf der Leinwand bewegen - als wäre ich Caspar David Friedrich mit dem Gehstock in “Der Wanderer über dem Nebelmeer“ - als könnte ich das Gemälde in alle Richtungen wachsen lassen und mit dem Stock auf etwas bislang Unberührtes, etwas Geheimes stoßen, das nun auch mir gehört.
In Gesprächen erklärte Rebecca Partridge, ihr Anliegen als Künstlerin sei es, über das Bild eine Beziehung entstehen zu lassen, die eine Brücke zwischen ihr und dem Betrachter bildet.
Um dies zu erreichen, taucht sie intensiv in den Malprozess ein, in einen Zustand der aktiven Meditation, währenddessen sie diese Konzentration schließlich auf die Farbe überträgt und daraus ein energiegeladenes Werk schafft, in das nun wiederum der Betrachter eintauchen kann.
Man könnte sagen, eine Landschaft, eingebettet in eine phänomenologische Koexistenz.
In ihr kann man auf den Kronen metaphorischer Wellen reiten und sehen, wie sie sich aufbauen, um sich dann wieder über kalte, blaue Imaginationen zu ergießen. Man kann mühelos über eine unermessliche Weite schweben und sich gelassen über dem großen Graben ausbreiten. Die Füße auf warme, nie zuvor erlebte, Strände setzen, auf nie zuvor gespürte Heiden, Bäume in namenlosen Wäldern zum Licht emporwachsen sehen.
Darin kann Landschaft sich selbst in transversaler Geometrie erklären damit das, was gewöhnlich als chaotisches Cluster in der Natur wahrgenommen wird, in geordneten Systemen funktioniert; in durchdachten Mustern, die beständig das intuitive Gleichgewicht der Natur widerspiegeln. Schöne Scherben, wie in einem Mikroskop, die das Rückgrat eines Wesens enthüllen, das gewöhnlich dem Auge verborgen bleibt.
Sprache - man ahnt es - kann Ideen und Ansichten oft nur unzureichend transportieren; Malerei - so ist zu hoffen - kann möglicherweise den Horizont erweitern und neue Sichtweisen auf unsere Fragen des Lebens öffnen.
Dies ist zumindest die Hoffnung, die mir Rebecca Partridges Gemälde geben.
Bjarte Alvestad, 2011